Anlaufpunkt

Langballigau ist durch seine Lage zwischen Wasser, Strand und Landschaft geprägt und besitzt insbesondere im Sommer eine hohe Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig wirkt der Ort räumlich fragmentiert: Verkehrsflächen, Parkplätze und einzelne Baukörper dominieren gegenüber klar definierten öffentlichen Räumen. Die Promenade verbindet zwar linear entlang des Wassers, bleibt jedoch in ihrer Ausgestaltung uneindeutig und dient vor allem der Bewegung. Orte für Aufenthalt und Begegnung sind nur punktuell vorhanden und wenig zusammenhängend.

Gleichzeitig liegt großes Potenzial in der linearen Struktur sowie in der Nähe von Landschaft und Bebauung. Der Entwurf greift diese Qualitäten auf und versteht sich als Neuordnung entlang der Promenade als durchgängiges Rückgrat. Ziel ist ein zusammenhängender öffentlicher Raum, der Bewegung, Aufenthalt und Nutzung verbindet und den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Entlang der Promenade entstehen klar gefasste Platzfolgen, die Orientierung schaffen und den Ort gliedern.

Durch die gezielte Setzung der Baukörper wird ein zentraler Platz zwischen Strand und Straße ausgebildet, der als Ankunfts- und Aufenthaltsort dient. Ergänzende, zurückhaltende Baukörper wie Imbisse und Sanitäranlagen werden integriert, während das Kulturhaus als identitätsstiftender Schwerpunkt einen räumlichen und programmatischen Akzent setzt. So entsteht ein klar strukturierter, robuster Ort, der sowohl saisonal als auch im Alltag funktioniert.

Grüne Mitte

Halle hat rund 240.000 Einwohner und weist seit einigen Jahren eine stabile Entwicklung auf. Gründe dafür sind die zentrale Lage, gute Infrastruktur, die Universität als Innovationsmotor sowie die hohe Lebensqualität. Entlang der Saale konzentrieren sich Wohnen und Altstadt, während östlich des innerstädtischen Güterbahnhofs zunehmend Brachflächen mit Entwicklungspotenzial liegen.

Der Entwurf „Grüne Achse Halle“ nutzt diese Flächen und verbindet sie zu einem durchgehenden Grünzug vom Wildpark bis zum Hufeisensee – als grünes Pendant zur Saale im Osten der Stadt. Herzstück ist der Park am Kulturbahnhof, in dem ehemalige Bahnhofsgebäude zu einem Ort für Kultur, Veranstaltungen und Gastronomie umgenutzt werden, ergänzt durch einen Skulpturenpark.

Ein zentraler Hochpunkt gliedert den Park in einen aktiveren Westen mit Kultur- und Freizeitangeboten und einen ruhigeren Osten mit Spiel- und Liegeflächen nahe der Wohnquartiere. So entsteht eine neue grüne Mitte, die Stadtleben, Erholung und Kultur verbindet und den Osten Halles nachhaltig aufwertet.

Sharepoint

Am nördlichen Rand von Wädenswil entsteht am Zürichsee die neue Kantonsschule Zimmerberg. Der Entwurf „Share.Point“ stellt das gemeinschaftliche Miteinander in den Mittelpunkt. Zentrales Element ist ein großzügiges Foyer, das als multifunktionaler Treffpunkt für Veranstaltungen, gemeinsames Lernen und Aufenthalt dient und den Dreh- und Angelpunkt der Schule bildet.

Von hier aus werden die Schulcluster erschlossen, die sich in einen allgemeinen und einen naturwissenschaftlichen Bereich gliedern. Ergänzt werden sie durch flexibel nutzbare Lerninseln, die den Schulalltag räumlich und funktional bereichern.

Zwischen den Hauptgebäuden liegt ein zentraler Innenhof, der durch unterschiedliche Ebenen vielfältige Aufenthaltsqualitäten bietet. Gefasst wird er von der teilweise eingegrabenen Sporthalle mit öffentlich nutzbaren Dachsportflächen sowie der Mensa, die als Bindeglied zwischen Schulgelände und angrenzendem Park fungiert und sowohl der Schule als auch der Nachbarschaft dient.

Konstruktiv ist das Gebäude als Holz-Hybrid-Bau konzipiert, wobei lediglich Treppenhäuser und erdberührte Bauteile in Beton ausgeführt sind. Die Fassade als Holzvorhangfassade macht durch unterschiedliche Tiefen die innere Struktur ablesbar, während im Innenraum ein ruhiges, neutrales Erscheinungsbild durch gezielte farbliche Akzente in den Clusterbereichen ergänzt wird.

Energiesepeicher One

Gramzow liegt inmitten der Uckermark und ist historisch eng mit der umliegenden Landschaft und Landwirtschaft verbunden. Als im Regionalplan ausgewiesenes Siedlungsentwicklungsgebiet nimmt der Ort eine wichtige Rolle für die umliegenden Gemeinden ein und steht in einer Reihe mit Städten wie Prenzlau oder Templin. Während die Anbindung an das Straßennetz gut ist, fehlt heute der Anschluss an das Schienennetz.

Im Osten des Dorfes befindet sich der ehemalige DDR-Getreidespeicher von 1954, ein früher Prototyp, der maßgeblich zur Industrialisierung der Landwirtschaft beitrug und Vorbild für zahlreiche weitere Speicher wurde. Heute ist die Region zunehmend durch Energieparks und Flächen für erneuerbare Energien geprägt, insbesondere für Photovoltaik und Agri-Photovoltaik.

Der Entwurf greift diese Entwicklung auf und versteht die Umnutzung des Getreidespeichers als Chance, das historische Bauwerk zu erhalten und zugleich in ein modernes Energiesystem zu integrieren. Als Energiespeicher kann er künftig Schwankungen erneuerbarer Energien ausgleichen und so zur Stabilisierung und Effizienz der regionalen Energieversorgung beitragen.

THE VIEW

THE VIEW liegt reizvoll inmitten des Neuseenlands am Ostufer des Markkleeberger Sees an der Wildwasserkehre. Umgeben ist die Jugendherberge von einem Klettergarten, Minigolfplatz, Campingplatz und einer Kanuwettkampfstrecke.

Durch die erhöhte Lage an der Böschung bietet THE VIEW einen einmaligen Ausblick über den Markkleeberger See.

Der Standort ist sehr attraktiv für Wassersportler*innen. Nicht nur wegen der Kanuwettkampfstrecke, sondern auch durch das Netz an Wasserwegen, welches sämtliche Seen der Umgebung miteinander verbindet, bis hin zur Leipziger Innenstadt und darüber hinaus. Gleichzeitig bietet das rekultivierte Tagebaugebiet eine interessante Geschichte, welche auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden kann. Des Weiteren eignet sich die Lage für Tagesausflüge nach Leipzig, welches nicht nur für Jugendgruppen eine Vielzahl an attraktiven Highlights bietet.

In der unmittelbaren Umgebung lässt sich keine reguläre urbane Bebauung finden. Dies macht sich THE VIEW zu Nutze und setzt ein ganz eigenes nachhaltiges Zeichen für die Umgebung.

Flagshipfarm

Welche neuen Lebenswelten und visionären Gebäudekonzepte wären dazu notwendig? Sind das große autark intelligente Gebäude aus innovativen Materialien, die gleichzeitig Energie erzeugen und Lebensmittel produzieren um die Menschen zu ernähren – und das ohne Transportverluste? Oder doch eher dezentrale kleinere Strukturen, die Zwischenräume der urbanen Gebäudestrukturen vielschichtig und intelligent besetzen können? Der Berliner Senat möchte dazu einen Beitrag leisten und sucht ein intelligentes Konzept für ein Gebäude, das für diese neue Art von Agritecture stehen soll.

Die Aufgabe: Entwickeln Sie ein intelligentes Konzept für ein Gebäude, das Nahrung anbauen und Energie ernten kann und das gleichzeitig als Informationszentrum und Flagshipfarm für diese neue Art von Agritecture steht.

Stairway to Heaven

Aufgabe:

Es soll unter der Grünanlage vor der Thomaskirche eine überwiegend unterirdische Toilettenanlage entworfen werden, die nicht nur für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen ein angenehmes und hygienisch einwandfreies Erlebnis bietet, sondern die auch so gestaltet ist, dass sie zu einer Leipziger „Sehenswürdigkeit“ werden kann und ihrer prominenten Lage angemessen ist. Der Zugang muss für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte und ältere Menschen bequem möglich sein. Die Anlage kann sich durch verschiedene Elemente an der Oberfläche zeigen, wenn diese Elemente sich in die Platzgestaltung einfügen. Es ist möglich, die vorhandene Platzgestaltung zu verändern, indem z.B. auch Bäume entfernt werden oder die Straßenfläche verkleinert oder verändert wird. Es ist allerdings zu bedenken, dass dieser Platz der einzige grüne Platz innerhalb des Promenadenringes ist und somit eine wichtige Funktion für Leipziger und ihre Besucher hat.

Pais do Dolmen

Intensivwoche 2019

Welche Auswirkungen hat der konsequente Einsatz von digitalen Fertigungsmethoden auf den Prozess der Konstruktion und Fertigung?

Diese zentrale Frage stellte sich Prof. Alexander Stahr und 16 Studierende des Architekturstudiengangs zu Beginn der Intensivwoche im Frühsommer 2019. Am Beispiel einer Regalwand, einer Sitzbank sowie 16 individuell gestalteten Lampen wurde innerhalb der PC-Pools und den Werkstätten der Fakultät Architektur und Sozialwissenschaften die Anwendbarkeit der Mixed- und Augmented-Reality-Brille „Microsoft HoloLens“ in Zusammenhang mit numerisch gesteuerten Fertigungsanlagen untersucht.

Mehr: https://flex.htwk-leipzig.de/flexlehre/intensivwoche/

Projekt Computermaus

Aufgabe:​

Entwerfen Sie ein neues Konzept für ein alltägliches Produkt. Fokus soll hierbei auf neuartigen Nutzungsmöglichkeiten liegen, um unseren Alltag zu erleichtern.

BAUMO

Bauko-mobil eine mobile Baukomediathek für die seminaristische Lehre im Atelier. Zukünftig soll die seminaristische Baukonstruktionslehre in den Ateliers an Tischgruppen mit ca.10 Personen stattfinden. Dazu ist es notwendig analoge und digitale Lehrmaterialien, wie Bücher, Modellbaumaterial, Monitor, i-Pad, etc. in einem „Bauko-mobil“ in den Ateliers zur Verfügung zu haben.